Manche Schuhfetischisten finden es geil ein Schuhsklave zu sein

Praktiken des Schuhfetisch – Schuhsklave

Letzte Aktualisierung: 09.09.2020

Dein Freund möchte wie ein Schuhsklave behandelt werden? Was genau ist ein Schuhsklave und verbirgt sich hinter diesem Begriff? In meinem heutigen Beitrag erkläre ich Dir verständlich, was ein Schuhsklave ist, außerdem verrate ich Dir, was in einem Schuhsklaven vor sich geht, welche Regeln es dabei gibt und wie es auch Dein Sexleben bereichern kann.

Begriffsdefinition: Was ist ein Schuhsklave?

Ein Schuhsklave ist eine sehr ausgeprägte Form des Schuhfetisch, aber diese Form hat auch sehr viel mit BDSM zu tun, doch dazu später mehr. Du kennst die beliebten Rollenspiele der ungezogenen Schülerin und dem strengen Lehrer, bei dem der Schüler für eine Tat bestraft wird. So verhält es sich auch bei einem Schuhsklaven. Die Besonderheit hierbei liegt in der Demütigung des Sklaven.

Ein Schuhsklave liebt nicht nur den bloßen Anblick von Damenschuhe, sondern er verknüpft seine sexuelle Vorliebe für Damenschuhe mit der Unterwerfung. Ein Schuhsklave erlebt dabei die Knechtung eines dominanten Partners (Domse bzw.  Domme oder Herrin genannt).

Die Schuhe dienen dem Schuhsklaven dabei als Stimulus für erotische Erregung und Befriedigung, deswegen fungieren Schuhsklaven als devoter Part in einer entsprechenden Beziehung zwischen Herrin und Schuhsklave. Die beliebtesten Schuhe für Schuhklaven sind High Heels (Pumps, Stilettos) sowie Stiefeln mit Absatz, denn es ist ein Spiel aus Erniedrigung und Bestrafung.

Was ist ein Schuhsklave?
Trampling ist eine beliebte Methode bei Schuhfetischisten

Begriffsdefinition BDSM – was ist Sadomaso (SM) wirklich?

BDSM ist die Abkürzung für „Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism“. Der Begriff vereint die verschiedensten sexuellen Spielarten. Alexander, der seit 20 Jahren in der Szene ist, sagt: BDSM ist „Eine Bezeichnung für einvernehmlichen Sex, die mit einer Form von Machtgefälle verbunden ist.“ 1)Was ist BDSM? Szene-Kenner aus Augsburg erklärt Sadomaso-Sex

Als BDSM hat sich in vielen Köpfen der Begriff Sadomaso (kurz SM) verankert. Dr. med. Wolfgang Frank, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, definiert Sadomaso so: „Als Sadomasochismus wird in der Regel eine sexuelle Devianz verstanden, bei der ein Mensch Lust oder Befriedigung durch die Zufügung oder das Erleben von Schmerz, Macht oder Demütigung empfindet.“2)Wolfgang Frank: Psychiatrie

Die Art Schmerzen zuzufügen kann unterschiedlich sein. Für Anfänger empfiehlt sich ein Safeword, bei dem die Handlung sofort abgebrochen wird. Erfahrene Paare brauchen das nicht mehr, sie wissen, wie weit sie bei ihrem Partner gehen dürfen. Doch Sadomaso ist nur ein Teilbereich von BDSM.

Ein anderer großer Bereich ist Unterwerfung bzw. Dominanz. Die Rollenverteilung kann immer gleich bleiben oder variieren. Der Dominante trägt Namen wie Dom, Herr oder Herrin, Domina, etc. Der devote Part wird mit Sub, Bottom, Sklave, etc. betitelt. Wenn Du Dich für das Thema BDSM interessiert, kannst Du Dich für den BDSM-Stammtisch in Augsburg anmelden. Unter der Seite Tacheles Augsburg findest Du die Kontaktdaten. Laut Alexander kommen pro Treffen 20 bis 40, die Teilnehmer sind bunt gemischt. Häufige Themen beim Stammtisch sind z. B. das Wetter, berichtet Alexander, aber natürlich tauscht man sich über BDSM-Partys oder Zubehör aus.

Rollenverteilung im BDSM

Top

Im BDSM bezeichndet der Begriff „Top“ eine Person, die die dominantere, oftmals aktive Rolle für die Dauer einer Spielszene (auch „Session“) oder innerhalb einer Beziehung übernimmt. Sie gibt Befehle an den Bottom weiter, zwingt ihn zu demütigen Handlungen und führt Bestrafungen aus. Doch dazu später mehr.

Bottom oder Sub

Der Bottom (auch Sklave, Zofe, Zögling, etc. genannt) bezeichnet eine Person, die den passiveren oder unterwürfigen Part für die Dauer einer Spielszene (auch „Session“) oder innerhalb einer Beziehung übernimmt.

Beide Rollen können sowohl von Männer als auch Frauen übernommen werden. Auch bei Schuhsklaven gibt es Männer und Frauen. Der Großteil der Schuhsklaven ist jedoch männlich.

Was macht ein Schuhsklave eigentlich?

Wenn Frauen sich darauf einlassen, dass ihr Partner ein Schuhsklave sein möchte, kann das auch für die Frau ein sexuell erregendes Erlebnis werden. Ziel ist es, dem Sklaven durch gestellte Aufgaben scharfzumachen und seine Geilheit so lange wie möglich hinauszuzögern. Sklaven wollen vom Top erniedrigt und erotisch gedemütigt, gequält und bestraft werden. Die Herrin zwingt den Sklaven zu erniedrigenden Handlungen oder behandelt ihn entwürdigend, doch worauf stehen Schuhsklaven? Und was hat es mit der Bestrafung auf sich? Dazu später mehr.

Wie dominiert Frau einen Schuhsklaven?

Wie werde ich für einen Schuhsklaven zur Domina?

Wenn der Partner den Wunsch äußert, beim Sex der unterwürfige Sklave zu sein, stehen viele Frauen vor einem Problem. Vor allem Frauen, die von Haus aus nicht dominant sind, stellt das vor ein unüberwindbares Hindernis. Hinzu kommt vielleicht auch die Irritation, wenn ein Mann beruflich evtl. eine leitende Position und Macht hat. Viele Männer, die im Beruf dominant sind, lieben es, sich beim Sex führen zu lassen. Durch das Dominieren kann eine sehr intensive Bindung entstehen und der Sex wird zu einem aufregenden Abenteuer. Nicht jede Frau ist von Natur aus eine Herrin, aber jede Frau kann es lernen.

Werde in wenigen Schritten zur Domina

Jede Frau kann zur Domina werden, auch dann, wenn die Frau eigentlich schüchtern ist. Wichtig ist, vorher mit dem zukünftigen Sklaven zu reden und über seine Wünsche und Vorstellungen zu reden. Wichtig ist, sich vorher abzusprechen und Grenzen zu setzen. Gibt es Tabus? Es wird vorher ein sogenanntes Safe-Word vereinbart. Der Sklave definiert ein eindeutiges Wort (z. B. „SOS“), um die Überschreitung einer Grenze zu signalisieren. Schlecht gewählte Codewörter sind z. B. „Nein“ oder „Aufhören“, denn es gehört zum Spiel dazu, dass der Sklave um Vergebung bettelt und dabei seine Herrin bittet aufzuhören. Dies hat in der Regel eine härtere Bestrafung zur Folge.

Sehr gut geeignet sind Ampelfarben als Safe-Wörter: 3)Safeword – Sicherheit beim Sex-Rollenspiel und BDSM „Gelb“ bedeutet hart an der Grenze, also nicht weiter gehen.
„Rot“ bedeutet sofort aufhören. An dieser Stelle soll das Rollenspiel unbedingt gestoppt werden!

Domina sein muss gelernt werden. Es muss nicht immer ein Lederoutfit und Peitsche sein um perfekt die Rolle des Top zu erfüllen, ebenso geeignet ist für den Anfang das Kleine Schwarze, das vermutlich bei jeder Frau im Kleiderschrank hängt. Anstatt Peitsche funktioniert auch eine Fliegenklatsche oder ein Lineal. Oftmals zwingt die Herrin ihren Sklaven dazu, seine Aufgaben nackt auszuführen, Geübtere verwenden auch Halsband und/oder Fesseln. Rollenspiele bedeuten immer auch Fantasie, deshalb ist es wichtig vorher darüber zu reden.

Aufgaben eines Schuhsklaven

Die Aufgaben eines Schuhsklaven ist vereinfacht gesagt, alles zu machen, was die Herrin verlangt.
Das Zwingen auf die Knie zu gehen und die Frau mit „Herrin“, „Göttin“, etc. anzusprechen, können oft schon ausreichen, um die Erniedrigung herbeizurufen und sind ein guter Einstieg. Die Herrin lässt ihren Sklaven bei Ungehorsam beispielsweise auf Knien um Entschuldigung bitten, z B. mit den Worten „Entschuldigung (meine) Herrin“.

Die Herrin nutzt die Schuh-Fixierung des Schuhsklaven aus, deshalb spielt sie mit den Schuhen. Die Domina streichelt den Schuhsklaven mit ihren Schuhen, aber lässt ihn die Schuhe nicht berühren. Sollte er es doch tun, wird er wegen Ungehorsam bestraft. Egal was die Herrin dem Sklaven befiehlt mit ihren Schuhen zu machen, sie lässt dabei in aller Regel die Schuhe an, denn die Schuhe an den Füßen zu sehen macht den Reiz aus. Das bloße Hinstellen der Schuhe wird schnell langweilig werden und ist nicht Sinn einer Session (Dauer des Rollenspiels. Die Länge des Zeitraums wird selbst bestimmt.). Die nachfolgende Tabelle gibt Dir einen kurzen Überblick der typischen Aufgaben eines Schuhsklaven:

AufgabeKurzbeschreibung
Schuhe lecken/polierenSauberlecken der Schuhe der Herrin mit der Zunge
Schuhe küssenSchuhe der Herrin zur Begrüßung küssen
Schuhe putzenSchuhe der Herrin mit Spucke und sauberen Tuch putzen

Schuhe lecken bzw. polieren

Gestartet wir mit einfachen Befehlen, wie z. B. „Gehe auf die Knie und lecke meine Schuhe sauber“. Die Schuhe werden dabei von der Herrin angelassen, doch der Sklave darf die Füße nicht berühren und die Schuhe auch nur mit seiner Zunge. Anfassen ist dabei streng verboten und führt zu einer Bestrafung des Sklaven durch die Herrin.

Gerade das Lecken von Schuhen, inbesondere Stiefel, ist weit verbreitet und bietet dem Sklaven eine extreme sexuelle Stimulanz. Der Schuhsklave findet es erregend Schuhe zu lecken, das Leder oder den Stoff mit seiner Zunge zu spüren.

ACHTUNG! Schuhsklaven sind keine Putzlumpen! Das stellt für den Sklaven ein extrem hohes Gesundheitsisiko dar! Auch wenn ein Schuhsklave darauf steht, sollte diese Bestrafung nicht zu häufig angewendet werden, denn Gesundheit soll immer oberste Priorität haben!

Aus Hygienegründen sollte jedoch eine Abwandlung stattfinden, die viel erotischer ist als dreckige Schuhe zu lecken. Die Schuhe können z. B. mit Schokolade, Sahne, etc. beschmiert werden, weil so der Sklave auch noch einen kulinarischen Genuss hat und die Herrin sofort sieht, wenn die Schuhe nicht richtig sauber geleckt wurden.

Schuhe küssen

Auch das Küssen der Schuhe kann für den Schuhsklaven eine erotische Wirkung haben, denn Schuhe zu küssen ist stimulierend und kann sogar zum sexuellen Höhepunkt führen. Oftmals soll der Sklave beim Küssen der Schuhe auf die Knie gehen und die Herrin begrüßen, in dem er ihre Schuhe küsst. Dezent, leidenschaftlich, mit Hingabe. Doch auch hier gilt: Anfassen verboten.

Nicht alle Schuhfetischisten, die Schuhe gerne küssen sind Schuhsklaven, siehe hierzu entsprechenden Beitrag. Der Unterschied zwischen Küssen als Schuhfetisch-Praktik und einem Schuhsklaven besteht darin, dass die Herrin ihren Schuhsklaven „zwingt“ ihre Schuhe zu lecken. Es stellt dabei ein Akt der Demütigung dar.

Schuhe putzen

Sind die Schuhe der Herrin dreckig geworden, z. B. nach einem Waldspaziergang? Vielleicht will die Herrin Schuhe anziehen, die dreckig sind? Sklaven wird auch oft die Aufgabe gestellt, die Schuhe zu putzen, am Besten mit seiner Spucke und einem sauberen Tuch.

Diese Aufgabe wird gerne mit dem Schuhe lecken kombiniert, denn für die Feinarbeit muss der Schuhsklave die Schuhe mit seiner Zunge ablecken. Hat er seine Aufgabe gut gemacht, bekommt er eine Belohnung, anderenfalls erhält er eine Bestrafung.

Bestrafung

Bestrafungen für Schuhsklaven

Zu einer BDSM-Beziehung gehört es natürlich auch den Sklaven zu bestrafen. Hat er seine Aufgabe nicht gut gemacht? War er nicht mit voller Hingabe bei der Arbeit? Die Herrin findet Gründe, warum der Sklave bestraft wird, auch wenn der Schuhsklave seine Aufgabe gut gemacht hat. Regeln im Nachhinein zu ändern ist erlaubt, denn das gehört schließlich dazu.

Es wäre auf Dauer langweilig, wenn eine einfache Aufgabe schnell erledigt und der Spaß damit vorbei wäre. Es gibt verschiedene Arten von Bestrafung. Erlaubt ist, was gefällt und in gegenseitigem Einvernehmen stattfindet. Die Sicherheit steht wie immer an erster Stelle, weil bei Bestrafung geht es nicht ums Verletzen!

Trampeln bzw. Treten

Sehr beliebt ist das Treten des Sklaven mit den von ihm verehrten Schuhen. Während der Sklave am Boden liegt, steigt die Herrin mit ihren Schuhen auf den Körper des Sklaven. Egal ob High Heels, Stiefel oder Sneakers, denn im Grunde ist jede Bestrafung für den Sklaven auch eine Belohnung. Aus diesem Grund sollte niemals zu fest auf dem Sklaven getrampelt werden. Alternativ zum Trampeln sind auch Tritte mit den Schuhen weit verbreitet.

Tabu sind gewisse Körperregionen wie Nieren, Leber, Gelenke, Schulter, etc. um ernsthafte Verletzungen zu vermeiden!

Schnüffeln

Ebenfalls beliebt ist das Riechen an den Schuhen der Herrin. Vor allem im Sommer, wenn die Herrin die Schuhe barfuß trägt und dadurch ein Schweißgeruch entsteht, bringt das viele Schuhfetischisten zur Ekstase. Auch hierbei liegt der Sklave wehrlos am Boden und muss seine Nase tief in den Schuh stecken und den Geruch tief einatmen.

Peitsche

Hat der Sklave seine Aufgabe nicht erfüllt, kann auch die Peitsche (Alternativ Fliegenklatsche oder Lineal) zum Einsatz kommen, doch hier ist darauf zu achten, dass es nicht zu fest ist. Das vorher vereinbarte Safe-Word hilft dabei die Grenzen aufzuzeigen.

Aus Schuhen essen

Manche Herrin krümelt beim Essen, deswegen kann sie den Schuhsklaven dazu auffordern, alles zu essen, was auf den Boden oder in die Schuhe fällt. Hier kann beispielsweise die Bestrafung des Leckens ein wenig abgewandelt werden, so dass der Sklave die Innensohle der Schuhe mit seiner Zunge lecken muss.

Belohnung

Belohung sind der Höhepunkt einer Session. Dies reicht von Ausziehen der Schuhe der Herrin durch den Sklaven, über das Streicheln der Schuhe an seinen Penis bis hin zum Anziehen durch den Sklaven. Sogar das Abspritzen in die Schuhe der Herrin kann eine Belohnung darstellen, wenn der Sklave die Arbeit besonders gut ausführte. Der Fantasie ist keine Grenzen gesetzt.

Schuhsklave oder Schuhsklavin ist eine besondere Form, den eigenen Schuhfetisch in extremer Weise auszuleben. Solange dabei niemand zu schaden kommt und sich an vorher definierte Regeln gehalten wird, macht es Spaß und bringt Abwechslung in das Sexleben.

Weiterführende Links

Charlotte De Winter – Schuh- und Fußsklave
Wie tickt ein Schuhsklave?
BDSM: Eine Domina erklärt dir, was BDSM wirklich ist


Ich hoffe, ich konnte Dir das Thema Schuhklave näher bringen. Wenn Dir der Beitrag gefallen hat, bewerte ihn und abonniere meinen Blog, damit Du zukünftig bei einem neuen Beitrag informiert wirst. Schreib mir auch gerne einen Kommentar, ich freue mich über jede Rückmeldung.
-Roland-

Quellennachweis   [ + ]

Ein Gedanke zu „Praktiken des Schuhfetisch – Schuhsklave“

Kommentar verfassen