Allgemein · Fetischpraktiken

Praktiken des Schuhfetisch – Schuhsklave

Weißt Du was ein Schuhsklave ist? Was verbirgt sich hinter dem Begriff? In meinem heutigen Beitrag erkläre ich Dir verständlich, was ein Schuhsklave ist. Ich verrate Dir, was in einem Schuhsklaven vor sich geht und welche Regeln es gibt. Und wie es auch Dein Sexleben bereichern kann.

  1. Begriffsdefinition: Was ist ein Schuhsklave?
    • BDSM – Was steckt hinter Sado Maso?
    • Rollenverteilung im BDSM

Begriffsdefinition: Was ist ein Schuhsklave?

Schuhsklaven haben eine sehr ausgeprägte Form von Schuhfetisch und lieben gleichzeitig Sadomaso-Rollenspiele. Diese Form hat auch sehr viel mit BDSM zu tun, dazu später mehr. Du kennst die beliebten Rollenspiele der ungezogenen Schülerin und dem strengen Lehrer, bei dem der Schüler für eine Tat bestraft wird. So verhält es sich auch bei einem Schuhsklaven. Die Besonderheit hierbei liegt in der Demütigung des Sklaven.

Ein Schuhsklave liebt nicht nur den bloßen Anblick von Damenschuhe, er verknüpft seine sexuelle Vorliebe für Damenschuhe mit der Unterwerfung. Ein Schuhsklave erlebt dabei die Knechtung eines dominanten Partners („Domse bzw.  Domme“ oder „Herrin“ genannt). Die Schuhe dienen dem Schuhsklaven dabei als Stimulus für erotische Erregung und Befriedigung. Schuhsklaven fungieren als devoter Part in einer entsprechenden Beziehung zwischen Herrin und Schuhsklave. Die beliebtesten Schuhe für Schuhklaven sind High Heels (Pumps, Stilettos) und Stiefel mit Absatz. Es ist ein Spiel aus Erniedrigung und Bestrafung.

Begriffsdefinition BDSM – was ist Sadomaso (SM) wirklich?

BDSM ist die Abkürzung für „Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism“. In dem Sammelbegriff werden die verschiedensten sexuellen Spielarten vereint. Alexander, der seit 20 Jahren in der Szene ist, sagt: BDSM ist „Eine Bezeichnung für einvernehmlichen Sex, die mit einer Form von Machtgefälle verbunden ist.“

Als BDSM hat sich in vielen Köpfen der Begriff Sadomaso (kurz SM) verankert. Dr. med. Wolfgang Frank, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, definiert Sadomaso so: „Als Sadomasochismus wird in der Regel eine sexuelle Devianz verstanden, bei der ein Mensch Lust oder Befriedigung durch die Zufügung oder das Erleben von Schmerz, Macht oder Demütigung empfindet.“ Die Art Schmerzen zuzufügen kann unterschiedlich sein. Für Anfänger empfiehlt sich ein Safeword. Wenn das Safeword gesagt wird, wird die Handlung abgebrochen. Erfahrene Paare brauchen das nicht mehr, sie wissen, wie weit sie bei ihrem Partner gehen dürfen. Doch Sadomaso ist nur ein Teilbereich von BDSM.

Ein anderer großer Bereich ist Unterwerfung bzw. Dominanz. Die Rollenverteilung kann immer gleich bleiben oder variieren. Der Dominante trägt Namen wie Dom, Herr oder Herrin, Domina, etc. Der devote Part wird mit Sub, Bottom, Sklave, etc. betitelt. Wenn Du Dich für das Thema BDSM interessiert, kannst Du Dich für den BDSM-Stammtisch in Augsburg anmelden. Unter der Seite Tacheles Augsburg findest Du die Kontaktdaten. Laut Alexander kommen pro Treffen 20 bis 40, die Teilnehmer sind bunt gemischt. Thema beim Stammtisch sind häufig Thema wie das Wetter, berichtet Alexander. Aber natürlich tauscht man sich über BDSM-Partys oder Zubehör aus.

Rollenverteilung im BDSM:

Top

Als Top wird im BDSM eine Person bezeichnet, die die dominantere, oftmals aktive Rolle für die Dauer einer Spielszene (auch „Session“) oder innerhalb einer Beziehung übernimmt. Sie gibt Befehle an den Bottom weiter, zwingt ihn zu demütigen Handlungen und führt Bestrafungen aus. Doch dazu später mehr.

Bottom oder Sub:

Der Bottom (auch Sklave, Zofe, Zögling, etc. genannt) wird im BDSM eine Person bezeichnet, die die passiveren oder unterwürfigen Part für die Dauer einer Spielszene (auch „Session“) oder innerhalb einer Beziehung übernimmt.

Beide Rollen können sowohl von Männer als auch Frauen übernommen werden. Auch bei Schuhsklaven gibt es Männer und Frauen. Der Großteil der Schuhsklaven ist jedoch männlich.

Was macht ein Schuhsklave eigentlich?

Wenn Frauen sich darauf einlassen, dass ihr Partner ein Schuhsklave sein möchte, kann das auch für die Frau ein sexuell erregendes Erlebnis werden. Ziel ist es, dem Sklaven durch gestellte Aufgaben scharfzumachen und seine Geilheit so lange wie möglich hinauszuzögern. Sklaven wollen vom Top erniedrigt und erotisch gedemütigt werden. Der Sub möchte mit seiner Gier gequält und bestraft werden. Die Herrin zwingt den Sklaven zu erniedrigenden Handlungen oder behandelt ihn entwürdigend. Doch worauf stehen Schuhsklaven und was hat es mit der Bestrafung auf sich? Dazu später mehr.

Wie dominiert Frau einen Schuhsklaven?

Viele Frauen stehen vor einem Problem, wenn der Partner den Wunsch äußert, beim Sex der unterwürfige Sklave zu sein. Vor allem Frauen, die von Haus aus nicht dominat sind, stellt das vor ein unüberwindbares Hinderniss. Hinzu kommt vielleicht auch die Irritation, wenn ein Mann beruflich evtl. eine leitende Position und Macht hat. Viele Männer, die im Beruf dominant sind, lieben es, sich beim Sex führen zu lassen. Durch das Dominieren kann eine sehr intensive Bindung entstehen und der Sex wird zu einem aufregenden Abenteuer. Herrin zu sein ist nicht jeder Frau in die Wiege gelegt.

Werde in wenigen Schritten zur Domina

Jede Frau kann zur Domina werden. Selbst dann, wenn die Frau eigentlich schüchtern ist. Wichtig ist, vorher mit dem zukünftigen Sklaven zu reden. Was sind seine Wünsche und Vorstellungen? Wichtig ist, sich vorher abzusprechen und Grenzen zu setzen. Gibt es Tabus? Es wird vorher ein sogenanntes Safe-Word vereinbart. Der Sklave definierit ein eindeutiges Wort (z. B. „SOS), um zu signalisieren, dass eine Grenze überschritten wurde. Schlecht gewählte Codewörter sind z. B. „Nein“ oder „Aufhören“. Es gehört zum Spiel dazu, dass der Sklave um Vergebung bettelt und dabei seine Herrin bittet aufzuhören. Dies hat in der Regel eine härtere Bestrafung zur Folge.

Sehr gut geeignet sind Ampelfarben als Safe-Wörter: „Gelb“ bedeutet hart an der Grenze, nicht weiter gehen.
„Rot“ bedeutet sofort aufhören. An dieser Stelle soll das Rollenspiel unbedingt gestoppt werden!

Domina sein muß gelernt werden. Es muss nicht immer ein Lederoutfit und Peitsche sein um perfekt die Rolle des Top zu erfüllen. Das Kleine Schwarze hat jede Frau im Kleiderschrank und funktioniert auch wunderbar. Zumindest am Anfang. Anstatt Peitsche funktioniert auch eine Fliegenklatsche, oder ein Lineal. Oftmals wird der Sklave dazu gewzungen, seine Aufgaben nackt auszuführen, Geübtere verwenden auch Halsband und/oder Fesseln. Rollenspiele bedeuten immer auch Fantasie. Wichtig ist darüber vorher zu reden.

Aufgaben eines Schuhsklaven

Die Aufgaben eines Schuhsklaven ist vereinfacht gesagt, alles zu machen, was die Herrin verlangt.
Das Zwingen auf die Knie zu gehen und die Frau mit „Herrin“, „Göttin“, etc. anzusprechen, können oft schon ausreichen, um die Erniedrigung herbeizurufen und sind ein guter Einstieg. Die Herrin lässt ihren Sklaven bei Ungehorsam beispielweise auf Knien um Entschuldigung bitten, z B. mit den Worten „Entschuldigung (meine) Herrin“.

Schuhfetischisten lieben Schuhe (logisch). Genau DAS nutzt die Herrin aus. Sie spielt mit den Schuhen, streichelt ihn mit ihren Schuhen, lässt sie ihn aber nicht berühren. Sollte er es doch tun, wird er wegen Ungehorsam bestraft. Egal was die Herrin dem Sklaven befiehlt mit ihren Schuhen zu machen, sie lässt dabei in aller Regel die Schuhe an. Die Schuhe an den Füßen zu sehen macht den Reiz aus, das bloße Hinstellen der Schuhe wird schnell langweilig werden und ist nicht Sinn einer Session (Dauer des Rollenspiels. Die Länge des Zeitraums wird selbst bestimmt.). Hier sind die typischten Aufgaben für einen Schuhsklaven

Schuhe lecken/polieren:

Gerade das Lecken von Schuhen, inbesonders Stiefel, ist weitverbreitet und bietet dem Sklaven eine extreme sexuelle Stimmulanz. Der Schuhsklave findet es erregend Schuhe zu lecken, das Leder oder den Stoff mit seiner Zunge zu spüren. Aber Schuhsklaven sind keine Putzlumpen! Das ist nicht nur eklig, sondern stellt auch für den Sklaven ein extrem hohes Gesundheitsisiko dar! Es gibt Schuhsklaven, die darauf stehen. Selbst dann sollte diese Bestrafung nicht zu häufig angewendet werden, Gesundheit soll immer oberste Priorität haben.

Viel schöner ist es, die Schuhe mit verträglichen Sachen, wie z. B. Schokolade, Sahne, etc. zu beschmieren. So hat der Sklave auch noch einen kulinarischen Genuß und die Herrin sieht sofort, wenn die Schuhe nicht richtig sauber geleckt wurden.

Gestartet wir mit einfachen Befehlen, wie z. B. „Gehe auf die Knie und lecke meine Schuhe sauber“. Die Schuhe werden dabei von der Herrin angelassen, der Sklave darf die Füße aber nicht berühren und die Schuhe auch nur mit seiner Zunge. Anfassen ist dabei streng verboten und führt zu einer Bestrafung des Sklaven durch die Herrin.

Schuhe küssen:

Auch das Küssen der Schuhe kann für einen Schuhfetischisten eine erotische Wirkung haben. Schuhe zu küssen ist stimmulierend und kann sogar zum sexuellen Höhepunkt führen. Doch nicht alle Schuhfetischisten, die Schuhe gerne küssen oder lecken sind auch Schuhsklaven. Ich selbst liebe es auch, Schuhe aus meiner Sammlung abzulecken oder zu küssen. Das macht mich aber nicht zu einem Schuhsklaven. Der Unterschied zum Schuhsklaven besteht darin, dass der Sklave von seiner Herrin dazu „gezwungen“ wird und es dabei ein Akt der Demütigung darstellt.

Oftmals soll der Sklave beim Schuhe küssen auf die Knie gehen und die Herrin begrüßen, in dem er hre Schuhe küsst. Dezent, leidenschaftlich, mit Hingabe. Doch auch hier gilt: Anfassen verboten.

Schuhe putzen:

Sind die Schuhe der Herrin dreckig geworden, z. B. nach einem Waldspaziergang? Vielleicht will die Herrin Schuhe anziehen, die dreckig sind? Sklaven wird auch oft die Aufgabe gestellt, die Schuhe zu putzen, am Besten mit seiner Spucke und einem sauberen Tuch. Diese Aufgabe wird gerne mit dem Schuhe lecken kombiniert, denn für die Feinarbeit muß der Schuhsklave die Schuhe mit seiner Zunge ablecken. Hat er seine Aufgabe gut gemacht, bekommt er eine Belohung, anderenfalls erhält er eine Bestrafung.

Bestrafung

Ein Schuhfetischist liebt Schuhe

Zu einer BDSM-Beziehung gehört es natürlich auch den Sklaven zu bestrafen. Hat er seine Aufgabe nicht gut gemacht? War er nicht mit voller Hingabe bei der Arbeit? Die Herrin findet Gründe, warum der Sklave bestraft wird, selbst wenn der Schuhsklave seine Aufgabe gut gemacht hat. Regeln können auch im Nachhinein geändert werden. Das gehört schließlich dazu. Es wäre auf Dauer langweilig, wenn eine einfache Aufgabe schnell erledigt und der Spaß damit vorbei wäre. Es gibt verschiedene Arten von Bestrafung.
Erlaubt ist, was gefällt und in gegenseitigem Einvernehmen stattfindet. Die Sicherheit steht wie immer an erster Stelle, bei Bestrafung geht es nicht ums Verletzen!

Trampeln bzw. Treten

Sehr beliebt ist das Treten des Sklaven mit den von ihm verehrten Schuhen. Während der Sklave am Boden liegt, steigt die Herrin mit ihren Schuhen auf den Körper des Sklaven. Egal ob High Heels, Stiefel oder Sneakers. Denn im Grunde ist jede Bestrafung für den Sklaven auch eine Belohnung. Deswegen sollte niemals zu fest auf dem Sklaven getrampelt werden. Alternativ zum Trampeln sind auch Tritte mit den Schuhen weitverbreitet.

Tabu sind gewisse Körperregionen wie Nieren, Leber, Gelenke, Schulter, etc. um ernsthafte Verletzungen zu vermeiden!

Schnüffeln

Ebenfalls beliebt ist das Riechen an den Schuhen der Herrin. Vor allem im Sommer, wenn die Herrin die Schuhe barfuß trägt und dadurch ein Schweißgeruch entsteht, bringt das viele Schuhfetischisten zur Ekstase. Auch hierbei liegt der Sklave wehrlos am Boden und muss seine Nase tief in den Schuh stecken und den Geruch tief einatmen.

Peitsche

Hat der Sklave seine Aufgabe nicht erfüllt, kann auch die Peitsche (Alternativ Fliegenklatsche oder Lineal) zum Einsatz kommen. Hier ist darauf zu achten, dass es nicht zu fest ist, das vorher vereinbarte Safe-Word hilft dabei die Grenzen aufzuzeigen.

Aus Schuhen essen

Manche Herrin krümelt beim Essen, Der Schuhsklave kann dazu aufgefordert werden, alles was auf den Boden oder in die Schuhe zu fällt zu essen. Hier kann beispielsweise die Bestrafung des Leckens ein wenig abgewandelt werden, so dass der Sklave die Innensohle der Schuhe mit seiner Zunge lecken muß.

Belohnung

Belohung sind der Höhepunkt einer Session. Dies reicht von Ausziehen der Schuhe der Herrin durch den Sklaven, über das Streicheln der Schuhe an seinen Penis bis hin zum Anziehen durch den Sklaven und sogar das Abspritzen in die Schuhe der Herrin, wenn die Arbeit besonders gut ausgeführt wurde. Der Fantasie ist keine Grenzen gesetzt.

Schuhsklave oder Schuhsklavin ist eine besondere Form, den eigenen Schuhfetisch in extremer Weise auszuleben. Solange dabei niemand zu schaden kommt und sich an vorher definierte Regeln gehalten wird, macht es Spaß und bringt Abwechslung n das Sexleben.


Ich hoffe, ich konnte Dir das Thema Schuhklave näher bringen. Wenn Dir der Beitrag gefallen hat, lass ein Like hier und abonniere meinen Blog, um zukünftig informiert zu werden, wenn ich wieder einen neuen Beitrag online stelle. Schreib mir auch gerne einen Kommentar, ich freue mich über jede Rückmeldung.
-Roland-

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